Bachelor-Studiengänge an der DHBW Karlsruhe

Seit Oktober 2006 setzt die Duale Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe ganz auf den neuen Studienabschluss
Die Studienanfänger, die sich ab Studienjahr 2006/2007 an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe einschrieben, werden der erste Jahrgang sein, der mit dem Titel „Bachelor“ abschließen wird. Mit der flächendeckenden Einführung des neuen Abschlusses im Oktober 2006 hat die Duale Hochschule ein weiteres Mal in ihrer Geschichte eine Vorreiterrolle übernommen, denn bindend sind die Bachelorstudiengänge erst ab dem Jahr 2009/2010. 

Duale Hochschulen als Vorreiter der heutigen Hochschulentwicklung
Dass die Dualen Hochschulen die Umstellung so früh bewerkstelligen konnten, lag in ihrer bisherigen erfolgreichen Geschichte begründet. Seit ihrem Bestehen waren die wichtigsten Merkmale des DHBW-Studiums die straffe Organisation, die Effektivität, der konkurrenzlose Praxisbezug und die kurze Studiendauer von drei Jahren. Damit hatten die Dualen Hochschulen bereits seit den 70erJahren Forderungen erfüllt, die der so genannte „Bologna-Prozess“, also die Vereinheitlichung der europäischen Hochschullandschaft, heute von allen Hochschularten verlangt.

Stärken des DHBW-Studiums bewahrt und aufgewertet
Viele Charakteristika des DHBW-Studiums, die sich in den letzten 30 Jahren bewährten, wurden durch die Einführung der Bachelor-Abschlüsse noch gestärkt: Auch in Zukunft wirken akademische Lehre und betriebliche Praxis gleichberechtigt zusammen und die Regelstudienzeiten bleiben kurz. Die dualen Gremien sind weiterhin für die Qualitätssicherung von Lehre und Praxisphasen zuständig und werden sie fortentwickeln. Durch die Rückkoppelung mit den Ausbildungspartnern und den jeweiligen Berufsverbänden sorgt die Duale Hochschule dafür, dass die notwendigen fachlichen Qualitätsstandards erhalten bleiben und, wo nötig, ausgebaut werden.

Bessere Selbstkontrolle mit Modulen und ECTS-Punkten
Insgesamt wurde das Studium durch die Einführung des Bachelor transparenter und flexibler. Der Lernstoff wird in inhaltlich und thematisch abgeschlossene und aufeinander abgestimmte Lernmodule aufgeteilt, die detailliert beschrieben sind. So haben die Studierenden ein genaues Bild von den Leistungen, die von ihnen erwartet werden, und können ihre eigenen Fortschritte besser einschätzen.

In Ergänzung zu den Benotungen in Prüfungen werden die Leistungen der Studierenden nach einem in Europa einheitlichen Leistungspunktesystem, dem European Credit Transfer System (ECTS) bewertet. Die erworbenen Leistungspunkte orientieren sich am tatsächlichen Arbeitsaufwand der Studierenden während der Theorie- und Praxisphasen und im Eigenstudium. 

Die dreijährigen Bachelor-Studiengänge der Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) sind von der Zentralen Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) mit 210 ECTS-Punkten (European Credit Transfer System) akkreditiert worden. 

In traditionellen Hochschulstudiengängen werden pro Jahr 60 ECTS-Punkte vergeben. Für einen Bachelor-Abschluss sind 180 Punkte erforderlich, für einen Master mindestens 300. Dadurch, dass die baden-württembergischen DHBW-Studierenden nun jährlich 70 Leistungspunkte und beim Abschluss nach drei Jahren bereits 210 erreichen, verkürzt sich für sie die Dauer eines weiterführenden Studiums zum Master deutlich. 

Durch die sich ergebende Zeitersparnis haben die DHBW-Studierenden einen deutlichen Wettbewerbsvorteil und werden von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg mit besten Zukunftsaussichten entlassen.